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Zweierschnapsen

Schnapsen ist eines der renommiertesten Kartenspiele, die es in Österreich gibt. Schnapsen wird traditionellerweise mit Schnapskarten (!) gespielt, und zwar mit allen Bildkarten und den 10ern. Die höchste Karte, das As, zählt 11 Punkte. Dann folgen der Zehner mit 10 Punkten, der König mit 4, der Ober mit 3 und der Unter mit 2 Punkten. Allerdings gibt es unzählige Varianten des Spiels: Kärntner schnapsen vollkommen anders als Tiroler und diese anders als Oberösterreicher. Selbst in Oberösterreich gibt es viele Abarten. Wir spielen meistens auf folgende Art:

Wer an den offiziellen Regeln interessiert ist, sollte sich an die Piatnik-Schnapsregeln halten.

4er/Bauernschnapsen - Tabelle

Vorhand ermittelt den Trumpf, das Ansagen geht eine Runde. Gespielt wird bis 24 Punkte mit Farbzwang. Wenn man "spritzt" oder kontriert, werden die Siegespunkte verdoppelt.
Alternativ gelten auch:

Herzeln Variante 1

Herzeln ist wahrscheinlich deswegen so beliebt, weil es so einfach ist. Gespielt wird entweder mit Pokerkarten oder Doppeldeutschen, je nachdem oder man zu dritt oder zu viert spielt, mit jeweils 24 bzw. 32 Karten (Bildkarten + 10 + 9 bzw. Bildkarten und 10 bis 7). Es gilt Farbzwang, jedoch kein Stichzwang. Es gibt kein Atout. Die Rangfolge der Karten ist As, Zehn, König, Dame, Bube, 9, 8, 7. Es gibt 8 Spiele, die man in folgender Reihenfolge durchspielen und dabei die Punkte mitschreiben sollte.
  1. Im ersten Spiel sollen keine Herz gestochen werden. Die Herzkarten, wenn gestochen, zählen Minuspunkte: A -11, Zehn -10, K -4, Q -3, B -2, Neun bis Sieben -1.
  2. Im zweiten Spiel soll man unabhängig von der Farbe möglichst keine Stiche machen, jeder Stich zählt -10 Punkte.
  3. Das dritte Spiel ist genau umgekehrt: Für jeden Stich gibt es 10 Pluspunkte.
  4. Im vierten bringt jede Dame -20 Punkte,
  5. im nächsten der Herzkönig -40.
  6. Das sechste Spiel sollte man so spielen, daß man den letzten Stich nicht bekommt, ansonsten hat man 40 Minuspunkte.
  7. Jetzt ist es wieder verkehrt: der letzte Stich bringt 40 Pluspunkte.
  8. Das letzte Spiel ist das Anlegen: Nun ist die Reihenfolge der Karten A, K, Q, B, 10, 9, 8, 7. Wer den Herzjungen hat, legt ihn aus, und nun legen im Uhrzeigersinn die Spieler entweder die nächsthöhere oder -niedrigere Karte derselben Farbe neben den Jungen etc., oder einen Jungen einer anderen Farbe aus. Wenn man auslegen kann, muß man, ansonsten setzt man aus. Der Verlierer bekommt nix, wer als erster keine Karten mehr in der Hand hält, gewinnt 30 bzw. 20 Pluspunkte.

Bridge

Tarock

Backgammon - Startaufstellung

Startaufstellung

Go

  1. Setzen: Go wird von zwei Personen gespielt, eine hat weiße, die andere schwarze Steine. Das Spielbrett hat zwischen 9 mal 9 und 19 mal 19 Felder. Schwarz beginnt, abwechselnd werden die Steine auf die Schnittpunkte der Linien gesetzt und dürfen nicht mehr bewegt werden, es sei denn, sie werden gefangen. Es ist erlaubt, zu passen. Passen beide Spieler in Folge, ist das Spiel beendet.
  2. Fangen und Tod: Um auf dem Brett bleiben zu dürfen, braucht ein Stein oder eine Steingruppe einer Farbe mindestens eine Freiheit. Eine Freiheit ist ein an den Stein oder die Steingruppe angrenzender Schnittpunkt. Am Ende des Spiels werden alle Steine bzw. Gruppen, die theoretisch den Regeln gemäß gefangen werden könnten, als tot bezeichnet, und mensch verfährt mit ihnen wie mit den gefangenen Steinen.
  3. Ko: Entsteht eine Situation, in der zwei benachbarte Steine abwechselnd gefangen werden könnten, wird das Ko (japanisch für "ewig") genannt, in diesem Fall ist es nicht erlaubt, sofort zurückzuschlagen. Es muß ein Zwischenzug gemacht werden.
  4. Gewinn: Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Als Punkte zählen alle umzingelten freien Schnittpunkte und alle gefangenen Steine.
  5. Vorgabe und Komi: Da Schwarz beginnt, hat Weiß einen Nachteil, der durch 5 Extrapunkte = Komi ausgeglichen wird. Wie beim Golf gibt es auch bei Go eine Handicap-Wertung. Stärkere Spieler geben schwächeren Vorgabe. In diesem Fall startet der schwächere Spieler die Partie mit schwarz und 2 bis 9 Steinen (ein Stein pro Grad Differenz) mehr am Brett. Wenn das noch nicht ausreicht, um Chancengleichheit herzustellen, bekommt Schwarz noch zusätzlich 5 Punkte Komi pro Grad Differenz. Die Grade sind in Dan- (Meister-) und Kyu- (Schüler-)Grade eingeteilt. Anfänger starten mit 60 Kyu, verbessert man sich, sinkt der Kyu, später steigt der Dan.

 


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